Tarot



Kurzes Zitat aus meinem Lebenslauf:

"Während meine Mutter im Familienkreis und später auch für Freundinnen von mir und meinen Schwestern aus ganz normalen Spielkarten zukünftige Ereignisse las, zogen mich bald die aussagekräftigen Bilder der Tarotkarten in ihren Bann; zumal viele der archetypischen Darstellungen Bezüge zur Astrologie aufweisen. Allerdings habe ich aus meinen ersten Erfahrungen mit der Deutung aus Spielkarten viele Legearten übernommen, die sonst im Tarot nicht unbedingt üblich sind und die mir neben den psychologischen Aussagen auch konkrete Hinwiese auf alltägliche Ereignisse geben. Später nahm ich auch an Tarot- und Astrologiegruppen von Chahat teil. Ich danke ihr für den intuitiven Zugang zu unseren „westlichen Orakelsystemen“, was mich ermutigte, noch freier und spielerischer mit den tradierten Symbolen umzugehen."

 


 

Was ist das Besondere am Tarot?

 


Die 22 Großen Arkana (Geheimnisse) stellen jeweils einen Archetyp, ein Urbild der Seele dar. Die äußere Verkleidung entspricht der Zeit, in der das Kartendeck entstanden ist oder greift bei historisierenden Decks zum Beispiel auf ein romantisiertes Mittelalter oder Ägypten zurück. Als Urbilder der Seele sind die Archetypen aber zu jeder Zeit und in allen Kulturen präsent. In ihrer grundlegendsten Form lassen sie sich auf das Wesen der Zahlen und die Heilige Geometrie zurückführen (vgl. ASTAGEO). So entspricht zum Beispiel der Kreis in allen Kulturen dem ungeteilten Ganzen, dem Göttlichen, das ohne Anfang und Ende ist. Er entspricht dem Urgrund, aus dem alles entstanden ist, und gleichermaßen dem Ziel, das alles wieder in sich aufnimmt und birgt. Die zahlenmäßige Entsprechung ist die Null, diese geheimnisvolle Zahl, die nichts und alles bedeuten kann, je nachdem ob sie vor oder hinter ihren konkreteren Geschwistern steht. Im Tarot werden Kreis und Null durch den Narren repräsentiert. Es ist der Archetyp des Menschen ohne die üblichen einschränkenden Masken der Persönlichkeit. Daher wirkt er auch im Vergleich zu vielen anderen Figuren der Großen Arkana so frei und lebendig. Im Rider-Tarot sehen die weiten Ärmel seines Umhangs wie Flügel aus: Er ist soeben aus einer anderen Welt in unserer 3D-Realität angekommen. Die Werkzeuge, die ihn zu einem intelligenten Umgang mit dieser Realität befähigen würden, trägt er einer alten Überlieferung zufolge noch unausgewickelt in seinem Stoffbündel. Daher ist er der Neugeborene, der Dummling im Märchen (der am Ende das Reich und die Königstochter gewinnt), der naive und unbedarfte Mensch. Zugleich ist er aber auch der weise Narr, einer der wie Siddharta in Hesses gleichnamigem Roman alles Persönliche abgelegt hat, um eins mit dem Wesen allen Seins zu werden. Zwischen diesen beiden Enden des Spektrums liegt eine Vielzahl von anderen Bedeutungen, durch die sich aber wie ein roter Faden immer dieses Moment des nicht Greifbaren, auf der konkret materiellen Ebene nicht Definierbaren zieht: zum Beispiel auf der Ereignisebene ein unerwartetes Geschehnis, ein spontaner Einfall, ein Neubeginn. Welche Deutung im Einzelfall zutrifft, entscheidet der Kartenleger aufgrund seiner Intuition und Erfahrung. Im Zweifelsfall nimm immer das, was Dir zuerst einfällt, auch wenn es Dir noch so sonderbar erscheint: der erste Einfall entspringt Deiner Intuition, danach versucht Dein zweifelnder und urteilender Verstand wieder ganz schnell die Oberhand zu gewinnen.

 


 

Im Gegensatz zu den vielschichtigen Symbolen der Großen Karten stellen die 56 Kleinen Arkana einfach Stationen und Gefühle aus dem alltäglichen Leben dar. Wenn wir das gesamte Kartendeck mit einem Bauwerk vergleichen, dann bilden die Großen Arkana das Grundgerüst und die Stütz-pfeiler, während die Kleinen Karten die vielen bunten Ziegelsteine repräsentieren, die in ihrem Zusammenwirken einen Platz zum Wohnen oder Arbeiten schaffen. Das organische Zusammenspiel dieser beiden Kartengruppen macht für mich den besonderen Vorzug des Tarot aus: Er drückt einerseits psychologische und spirituelle Wahrheiten aus und zeigt zugleich auch konkrete alltägliche Situationen und Tendenzen auf.

 


 

Auswahl und Reihenfolge der Karten werden vom Unterbewusstsein gesteuert; für dieses sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleich-gültig, was ja auf der tieferen Ebene der Quantenphysik auch der Realität entspricht, während unser Alltagsverstand die Zeit als eine Linie bzw. einen Pfeil von der Vergangenheit in die Zukunft „wahr“nimmt. Daher spiegeln die Karten zuverlässig zukünftige Trends; Zeitangaben fallen dagegen eher vage aus: etwa sehr bald, bald, dauert noch, sehr lange Dauer, etc. … Um genauere Zeitangeben zu erhalten, kann man entweder vor dem Kartenlegen gedanklich einen zeitlichen Rahmen setzen oder das Pendel befragen. Auch für andere ganz spezifische Abfragen benutze ich gern das Pendel.

 


 

Eine weitere. sehr spannende Möglichkeit, bestimmten Fragestellungen auf den Grund zu gehen, stellt das I GING dar.

 


 

;-)) Extra-Bonus:

 


 

Am Ende einer Tarotberatung kann eine Situation oder Beziehung, die sich als besonders belastend darstellt, mit der Zwei-Punkt-Methode entspannt werden.

 

zum Seitenanfang